Die Katastrophe

Der Hurrikan Harvey entstand relativ plötzlich. Es gab keine lange Vorwarnzeit, was umso verhängnisvoller war, weil der Sturm lange bleiben würde. Texas ist es gewohnt, mitunter von schweren Stürmen getroffen zu werden, doch zumeist ist es der Wind, der dabei die größte Gefahr darstellt. Diesmal war es dagegen das Wasser. Der Hurrikan kam bei Rockport an Land, schwächte sich leicht ab und verharrte dann in der Region rund um Houston.

Hier fielen unermessliche Mengen an Regenwasser aus den Wolken. Manche Experten versuchten die Regenmenge zu ermitteln, doch die Begrifflichkeit ist zu abstrakt. Es geht hier nicht um eine Überschwemmung, auch nicht um eine gewaltige Überschwemmung, sondern die Ausmaße sprengen jede Vorstellungskraft. Zehntausende Menschen haben alles verloren außer dem, was sie tragen konnten. Haustiere sind ertrunken, unwiederbringliche Erinnerungen sind für immer zerstört, Familien sind obdachlos.

Das Unglück der Menschen erinnert an den Hurrikan Katrina. Doch im Gegensatz zu den vielen negativen Schlagzeilen damals bestimmen diesmal vor allem Hilfsbereitschaft, Einsatzbereitschaft und Solidarität das öffentliche Bild. Das soll nicht bedeuten, dass in Houston nichts schiefgelaufen wäre. Es gab Unstimmigkeiten bezüglich der Evakuierung und offene Fragen bei der Versorgung der Geflüchteten und für die tief gelegene Stadt Houston hätte man vermutlich bessere Notfallpläne entwickeln können. Insgesamt aber wird dieses Ereignis vor allem als unbändige Naturgewalt in Erinnerung bleiben, die in diesen Bildern dokumentiert werden soll.

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